Ablauf einer Legionellenprüfung

Wie läuft eine Legionellenprüfung eigentlich ab?

Der genaue Ablauf einer Legionellenprüfung ist in der Trinkwasserverordnung Anlage 4 Teil II b beschrieben. Wichtig für eine gelungene Legionellenprüfung ist zum einen die richtige Vorbereitung, zum anderen die Durchführung durch einen Fachmann.

Generell sind pro Haushalt vier Wasserproben nötig, um ein eindeutiges Bild über die Qualität des Trinkwassers zu erhalten.

Schritte im Vorfeld

Die Legionellenuntersuchung muss von einem professionellen Unternehmen durchgeführt werden und läuft nach einem einheitlichen Schema ab: Zur Vorbereitung gehört das Abschrauben des Strahlreglers und das Abflämmen des Wasserhahnes und des Zirkulationsrücklaufs am Warmwasserbereiter. Dies ist nötig, damit bei der Untersuchung keine Verunreinigungen ins Wasser gelangen, die zu Fehlergebnissen führen könnten.

Die Probenentnahme

Das Wasser für die Entnahme der ersten beiden Proben muss mindestens vier Stunden lang in der Leitung gestanden haben.

Zwei weitere Proben werden direkt aus fließendem Wasser entnommen. Dazu werden im Vorfeld zunächst 2 Liter Wasser ablaufen gelassen. Im Anschluss wird die Wassertemperatur gemessen.

Die Untersuchung im Labor

Die Proben, die für die Legionellenprüfung entnommen wurden, werden in ein qualifiziertes Labor eingeschickt. Dort werden sie sorgfältig auf Legionellenbefall überprüft. Im Anschluss an die Untersuchung wird ein Prüfbericht erstellt, der genaue Auskunft über den Zustand des Wassers gibt. Der Prüfbericht muss anschließend dem Gesundheitsamt übermittelt werden, sowie öffentlich für alle Mieter sichtbar im Treppenhaus ausgehängt werden.

Fällt der Prüfbericht negativ aus, das heißt, die Anzahl der Legionellen beträgt mehr als 100 pro 100 ml Wasser, ist der Vermieter dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Desinfektion der Trinkwasseranlage einzuleiten und die Legionellen auf den Sollzustand zu bringen.