Kosten der Legionellenprüfung

Wer muss für die Kosten der Legionellenprüfung aufkommen?

Bei vermietetem Wohnraum stellt sich die Frage, wer für die Kosten der Legionellenprüfung eigentlich aufkommt: Zahlt der Vermieter oder darf er die Kosten für die Untersuchung, die er laut Gesetz alle drei Jahre durchführen muss auf die Mieter umlegen?

Prüfungskosten sind umlagefähig

Die Frage nach der Kostenübernahme für die Legionellenprüfung ist bisher noch nicht hinreichend beantwortet. Es besteht Einigkeit darüber, wer die Kosten übernehmen muss: Vermieter sind dazu berechtigt, die Kosten für die Legionellenprüfung auf die Betriebskostenabrechnung umzulegen. Denn es handelt sich dabei um Kosten, die regelmäßig anfallen. Der Vermieter muss jedoch die Übernahme der Kosten für die Untersuchung im Mietvertrag aufführen und ausdrücklich mit dem Mieter vereinbaren. Nur wenn dieser seine Zustimmung dazu gibt, ist er zur Übernahme der Untersuchungskosten verpflichtet.

Bisher ist jedoch nicht geklärt, welche Position die Prüfungskosten innerhalb der Nebenkostenabrechnung, haben. Dazu gibt es verschiedene Ansichten:

Eine mögliche Zuordnung der Kosten für die Untersuchung wären die Betriebskosten der Warmwasserversorgungsanlage (§ 2 Nr. 5a in Verbindung mit Nr. 2 der Betriebskostenverordnung – BetrKV).

Eine weitere mögliche Zuordnung wäre hingegen zum Punkt „Sonstige Betriebskosten“ im Sinne des § 2 Nr. 17 BetrKV. Da es bisher dazu keine festen gesetzlichen Regelungen gibt, unterscheidet sich in diesem Punkt das Vorgehen der Vermieter.

Kann man Legionellenprüfung bei der Steuer absetzen?

Eine Legionellenprüfung kann nach § 35 a EStG nicht in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Als Ausnahme gilt: Nur wenn es sich bei den Kosten der Legionellenprüfung um Werbungskosten bei einem vermieteten Objekt oder um Betriebsausgaben bei einem Unternehmen handelt, kann man diese Kosten bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigen.

Gutachtertätigkeiten

Die Tätigkeit eines Gutachters gehört weder zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, noch handelt es sich um eine Handwerkerleistung. Grundsätzlich nicht nach § 35a EStG begünstigt sind daher z. B.:

•eine Legionellenprüfung